06.12.2015

Weihnachtsmarktsingen 

mit dem Kinderchor der Grundschule und Kirchengemeinde Bennigsen, der Kantorei St. Martin Bennigsen

 

07.11.2015

Eine gar nicht so kleine Abendmusik

Sabine Nauber musiziert mit Kantorei, Männerprojektchor und Solisten – und zeigt sich bescheiden


Bennigsen. Laut Ankündigung nur eine kleine Abendmusik? Auch Pastor Harald Lemke zweifelt am Titel. Mag  sein, dass die Formulierung mit der Bescheidenheit von Sabine Nauber zu tun hat.
Etwa 100 Besucher haben sich in der Martinskirche versammelt, als der prächtige Eingangschoral erklingt. Thomas Tallis (1505-1583) hat den Satz „Glory to thee, my God, this night“ komponiert, der zunächst  einstimmig erklingt, bevor er in der letzten Strophe vierstimmig wird und zusätzlich durch eine darüber schwebende  Oberstimme eine feierliche  Note erhält.
Es folgt eine Sequenz mit musikalischen Elementen von Mendelssohn Bartholdy, eine Orgelmusik aus der 3. Sonate A-Dur Opus 65 sowie Passagen aus dem Oratorium Elias und Textpassagen aus dem 1. Buch der Könige, in denen es ebenfalls um Elia geht – vorgetragen wird dies hervorragend von Gabriele Rose.

Die solistischen Elemente aus dem Oratorium zeigen, welch klare Stimmen Pauline Döbbe und Karin Holler, beide Sopran, und Sabine Nauber, Alt, haben. Die musikalische Qualität bewegt sich dabei auf hohem Niveau. Dafür sorgt Sabine Nauber, die für Konzerte dieser Art gern den Organisten der Kreuzkirche Hannover  – Axel LaDeur – um sein Mitwirken bittet.

Die klaren Frauenstimmen der Kantorei sowie die sonoren Stimmen des Männerprojektchorsüberzeugen auch den kritischen Hörer. Den Abschluss und Höhepunkt setzt der Lobgesang desSimeon von John Stainer, einem romantischen Musiker, der unter anderem in Oxford und Londonals Komponist und Organist wirkte.

Was hier geboten wird, ist ein gelungener Konzertabend. Die Gemeinde und das Pfarramt können froh sein über die lebendige kirchenmusikalische Arbeit, die in Bennigsen bei solchen Konzerten erkennbar wird.

VON HORST VOIGTMANN


[Foto: Sylvia Glüer]


Sabine Nauber singt die Arie

"Sei stille dem Herrn" 

aus dem Oratorium "Elias" von Feix Mendelssohn Bartholdy

[Foto und Text: Horst Voigtmann NDZ 10.11.2015 Seite9]                                                                                  

04.07.2015  

Zirkus Furioso - Kindermusical für alle Kinder unter 100 von Peter Schindler

Streikender Bär, tapsiger Direktor

Zirkusmusical mit Pleiten, Pech und Pannen in Bennigser Grundschul-Aula

Bennigsen.

„Vorhang auf“ für den Zirkus Furioso hieß es in der Grundschulaula. Wo immer Zirkusdirektor Leo Pimpelmoser mit seinem weltberühmten  Zirkus gastiert  – das Publikum ist verzaubert und lacht Freudentränen.
Über Monate hinweg haben der Kinderchor der Schule unddie  Kirchengemeinde dieses Musical von Peter Schindlerunter der Leitung  von Anna Warfsmann und Sabine Nauber einstudiert. Dann der große  Auftritt der 50 Kinder, die bei ihren  Gesangsnummern von Sylvia Glüer  (Violine und Posaune), Carsten Gohde (Flöte,  Klarinette und Sopransaxofon), Axel LaDeur (Piano, Tenor- und Baritonsaxofon), Teo Merchesan (Kontrabass) und Andi Greiter am Schlagzeug mitreißend unterstützt wurden.
60 Minuten Programm mit Pleiten, Pech und Pannen. Zirkusdirektor Pimpelmoser (abwechselnd gespielt von Lenke Speery und Ferike Rüdiger) sieht sich gezwungen, ständig zu improvisieren. Erst verweigert der Bär seinen Auftritt, dann ist der Tiger ausgebüxt. Schließlich verschwindet auch noch Assistentin Bella Stella, sodass Pimpelmoser die Vorstellung  mit dem „Dummen August“ (Gesa Schmidt) moderieren muss. DerDirektor leidet sichtlich unter der Unfähigkeit seiner Artisten: ein Fakir, der auf seinem Nagelbrett ein Mittagsschläfchen hält, ein Zauberer der seinen Zauberspruch vergessen hat – Perfektion ist im ZirkusFurioso ein Fremdwort. Gut, dass wenigstens der „Dumme August“ immer wieder Kreativität beweist undrettet, was zu retten ist… Manchmal allerdings auf dem Rücken des Zirkusdirektors, etwa als dieser als Ersatz für den streikenden Bären in ein Fellkostüm gesteckt wird und tapsig nach der Pfeife des Dompteurs tanzen muss. All das bei schweißtreibenden Temperaturen. 

Fazit: eine schier unglaubliche Geschichte, originelle Texte und fetzige Musik. Das Publikum fühlte sich jedenfalls blendend unterhalten. Dazu gab es dann auch noch ein Happyend: Assistentin Bella und der Tiger tauchen zum Schluss mit einer Tüte Eis wieder auf und spendieren dem schweißgebadeten Zirkusdirektor die verdiente Abkühlung.

[Text und Foto: Reinhold Krause - Neue Deister-Zeitung 06.07.2015 S. 9; s.a.: Deister Anzeiger 06.07.2015 S. 3]

Fotos: Marco Jacob: 







Fotos: Sylvia Glüer: 

 




 



 



MASALA Weltbeatfestival Hannover in der Region am 24.06.2015

Savina Yannatou & Primavera Trio

Savina Yannatou - Erstaunlich wandelbare Stimme [Foto: Horst Voigtmann, Neue Deiter-Zeitung 26.06.2015 Seite 12]

International und mediterran

Savina Yannatou
bietet beim „Masala“-Festival in Bennigsen mediterrane Klänge und Jazz

Bennigsen. Das Masala-Weltbeat-Festival Hannover wird 20 Jahre alt. So steht es im mehr als 60 Seiten starken Programmheft. Und in den zwei Jahrzehnten hat es sich etabliert, dass neben den Veranstaltungen in der Landeshauptstadt auch Orte in der Region ausgewählt werden, um die internationale und vielfältige Musik zu präsentieren. Einer davon war auch in diesem Jahr die St.-Martin-Kirche in Bennigsen.

Die Gastgeber verstehen es dort, ihre Rolle sehr gut auszufüllen. Vor der Kirchentür war ein Tresen aufgebaut, an dem Wein angeboten wurde. Und die etwa 250 Besucher machten von dem Angebot Gebrauch, das Glas mit in die Kirche zu nehmen. Angekündigt war die griechische Nachtigall Savina Yannatou. Und viele der Besucher waren von außerhalb eigens dafür angereist, um die Ausnahmestimme der Griechin zu hören. Mit ihrem wohlklingenden Mezzosopran, der ihr erlaubt, auch in die Sopran-Lage zu wechseln, verzauberte sie ihrPublikum mit mediterranen Volksliedern in spanischer, italienischer, armenischer und türkischer Sprache.

Unterstützt wurde die Sängerin dabei von drei Musikern des „Ensembles Primavera en Salonico“. Das Trio begleitete die Sängerin mit dem Kontrabass (Michalis Siganidis), der Ney, einer Art Hirtenflöte in unterschiedliche  Lagen (Harris Lambrakis), sowie mit Akkordeon und dem Saiteninstrument Kanun (Kostas Vomvolos) im Wechsel.

Dabei blieb die Gruppe nicht sklavisch im Genre Volksmusik. Sondern hier öffneten sich die Liebeslieder,Arbeitslieder und Schlaflieder zum Jazz hin, wobei die Musiker ihre improvisatorische Stärke zeigten.

 

Michael Siganidis, Savina Yannatou, Kostas Vomvolos (Akkordeon, Quanum); Harris Lambrakis (Nay) [Foto: Horst Voigtmann, Deister Anzeiger 26.06.2015 Seite 3]

[Text und Fotos:
Horst Voigtmann, Neue Deister-Zeitung 26.06.2015 Seite 12, s.a.: Deister Anzeiger 26.06.2015 Seite 3]

Erste Fotos: Sylvia Glüer:

Von links: Michael Siganidis, Savina Yannatou, Kostas Vomvolos (Akkordeon, Quanum); Harris Lambrakis (Nay)

 



29.05.2015 - Lüderser Serenade

Reisebilder von Stefan Zweig - musikalisch illustriert

Bereits im 6. Jahr erklang am Freitagabend in der St. Marienkirche die „Lüderser Serenade“, in diesem Jahr mit Reisebildern von Stefan Zweig, die musikalisch illustriert wurden. Wie auch in den Jahren davor hatte Sabine Nauber, die Kirchenmusikerin der evangelischen Kirchengemeine  Bennigsen-Lüdersen, die Gesamtleitung dieser Veranstaltung.
Gabriele Rose hatte die Texte ausgewählt und bearbeitet und trug sie zusammen mit ihrem Mann, Karlfried Rose, vor. Sylvia Glüer (Geige) und Leonhard Brandstetter (Gitarre) hatten abgestimmt zu den Reisezielen die Musikstücke ausgewählt, die in der stimmungsvollen und intimen Umgebung des mittelalterlichen Gotteshauses erklangen. Damit die rund 80 Zuhörerinnen und Zuhörer die anderthalbstündige Reise gut überstanden, konnten sie sich vor und nach der Vorstellung mit einem trockenen Wein und schmackhaftem Reiseproviant stärken.
Die wunderbare Sprache Stefan Zweigs entführten die Besucher nach Salzburg, Venedig, Paris und Chartres, Brügge und Sevilla. Die Texte waren exquisit ausgewählt und spannungsvoll vorgetragen. Die Musikalität der Sprache war in allen Texten spürbar, das Malerische der Sprache faszinierte ganz besonders in dem Reisebild über Chartres. 

Den Glanz über die Sprache setzte aber die Musik. Sylvia Glüer und Leonhard Brandstetter musizierten sehr einfühlsam und boten ein harmonisches Zusammenspiel von Violine und Gitarre, was seinen Höhepunkt sicherlich mit dem Reisebild Sevilla in "Andaluza" aus den "Danzas Espanolas" von Enrique Granados fand. Sylvia Glüer ließ ihre Violine in allen Schattierungen klingen, leicht und verspielt in "Drei Duette" von Kaspar Fürstenau, energisch, mitreißend in Sonate Nr. 1 a-moll von Nicolo Paganini und verführerisch in "Andaluza" von Granados. Leonhard Brandstetter war jedesmal ein kongenialer,  einfühlsamer Duo-Partner.
Darüber hinaus lotete er als Solist sein Instrument aus, mal durch verklärt - träumerisches Gitarrenspiel in "La Catedral" von Augustín Barrios Mangoré, dann auch durch ganz besonders farbiges Spiel in der Sevillana von Joaquin Turina. In "Liebeslied" und "Abendlied" aus "Bardenklänge" von Johann Kaspar Mertz ließ Brandstetter seine Gitarre geradezu singen.
Immer wieder wurden die einzelnen Beiträge mit begeistertem Applaus bedacht wie auch die  gesamteVeranstaltung  am Ende des Abends. In anschließenden Gesprächen in und vor der Lüderser Kirche betonten die Zuhörerinnen und Zuhörer vor allem, wie gelungen sie die Verknüpfung der ausgewählten Texte mit der Musik erlebt hätten.  

Nach dem Motto: „Nach dem Spiel ist vor dem Spiel“ kann man darauf gespannt sein, unter welchem Thema die Reihe der Lüderser Serenaden im kommenden Jahr fortgesetzt wird. Für die Veranstalter und die Mitwirkenden ist das durchweg begeisterte Echo der Besucher Belohnung und Ansporn. 

Zu Beginn: Erwartungsvolle Spannung

                                                       

Geschafft! Von links: Leonhard Brandstetter, Sylvia Glüer, Karlfried Rose [Fotos: Gabriele Rose]

[Text: Karlfried und Gabriele Rose; s. a. Neue Deister-Zeitung 01.06.2015 S. 8; Deister Anzeiger 01.06.2015 S. 3] 

29.03.2015 - Kirche Gestorf - Passionskonzert

Erste Fotos: Sylvia Glüer

 




Passion der Extraklasse

Am Sonntag erklang in der Gestorfer Kirche eine eindrucksvolle Passionsmusik. [Foto: Friedhelm Lüdersen; NDZ 31.03.2015 Seite 9]

Musikalische Stimmungsbilder

der Kantorei und des Männerprojektchores in der Gestorfer Kirche

Gestorf. In zahlreichen Orten Deutschlands erklingt in der Zeit vor Ostern Passionsmusik des großen Meisters Johann Sebastian Bach. Auch die Kirchengemeinde Gestorf stellte sich dieser Herausforderung am Palmsonntag. Zur Freude zahlreicher Zuhörer erklang ein beachtliches Konzert in der Dorfkirche.Fast 150 Zuhörer waren in das Gotteshaus gekommen.

Bach stand dabei ebenso auf den Notenblättern der Musiker von der Kantorei und dem Männerprojektchor St. Martin Bennigsen, wie Stücke von Georg Friedrich Händel und Dietrich Buxtehude. Aber auch Karl Rahner,Erich Hübner, Adam Gumpelzhaimer, Johann Crüger, Reinhard Keiser wurden gespielt. Unbekanntere Meister komplettierten das Konzert. Die Kantorei und der Männerprojektchor zeigten dabei unter der Leitung von Sabine Nauber, dass sie den musikalischen Anforderungen der anspruchsvollen Passionsmusiken in jeder Hinsichtgewachsen waren.

Chor, Sänger und Instrumentalsolisten musizierten fein aufeinander abgestimmt. Die ausgezeichneten Solisten Mae Dettenborn (Sopran) und Henning Kohlmeyer (Bass) waren ebenso sicher in ihren Darbietungen wie die Instrumentalisten Magdalene Döling und Laura Rehberger (Flöte), Anke Ohnmacht-Döling und Fiene Dettenborn (Violine), Nina Dettenborn (Viola), Friedemann Döling (Violoncello) und Florian Döling (Kontrabass).
Alle waren auf die Sekunde fit. Eine Extraklasse-Leistung kam von Axel LaDeur (Orgel), der das königliche Instrument in seiner ganzen Bandbreite zum Klingen brachte.

Eingebettet in die Musik waren die Passions-Lesungen von Jannis und Jo Döling, Selma Dettenborn und Samuel Rehberger. Pastor Anselm Stuckenberg hatte die Zuhörer begrüßt und sie unter dem Motto „Der Weg zum Kreuz“ auf die Passionsmusik eingestimmt. Mit modernen Worten schilderte er den Einzug von Jesus in Jerusalem, das zu jener Zeit eine brodelnde Stadt gewesen sei.
All das kam auch musikalisch zum Ausdruck und die Zuhörer erlebten die Sicherheit der Sänger und Sängerinnen und das Können aller Beteiligten an den Instrumenten. Alles in allem bescherte das denZuhörern am Palmsonntag in der Kirche zu Gestorf eine eindrucksvolle Passionsmusik der Extraklasse.

[VON FRIEDHELM LÜDERSEN; NDZ 31.03.2015 Seite 9]

Probenfotos: 

[Fotos: Gabriele Rose]